Die Gesundheitsbehörden in Japan haben bekannt gegeben, dass eine Frau, die eine Dosis des Pfizer/BioNTech MRNA-Covid-Impfstoffs erhalten hatte, nur drei Tage später an einer Gehirnblutung starb.
Die Frau in ihren 60ern und ohne bekannte Vorerkrankungen sei vermutlich an einer Subarachnoidalblutung gestorben, teilte das Ministerium wenige Wochen nach dem Start der ersten Phase des japanischen Impfprogramms mit.
Es handelt sich um den ersten gemeldeten Todesfall nach einer Coronavirus-Impfung im Land.
Japan begann am 19. Februar mit der COVID-17-Impfung. Zunächst wurden 40,000 Gesundheitsmitarbeiter in 100 Krankenhäusern im ganzen Land geimpft. Senioren sollen ab dem 12. April geimpft werden, gefolgt von Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Mitarbeitern von Altenpflegeeinrichtungen und schließlich der Allgemeinbevölkerung.

„Die als Ursache vermutete Hirnblutung kommt bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren relativ häufig vor, und derzeit scheint es, basierend auf Beispielen aus dem Ausland, keinen Zusammenhang zwischen Hirnblutungen und der Coronavirus-Impfung zu geben“, zitierte das Ministerium Tomohiro Morio, einen Arzt, der die Regierung berät.
„Es kann sich um einen Zufallsfall handeln, aber es besteht die Notwendigkeit, weitere Informationen zu sammeln und in den kommenden Arbeitsgruppen eine Bewertung vorzunehmen.“
Vertreter von Pfizer in Japan waren zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Pfizer erklärte im November, die Wirksamkeit seines Impfstoffs sei über alle Altersgruppen und ethnischen Gruppen hinweg gleichbleibend und es seien keine größeren Nebenwirkungen aufgetreten. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Impfung weltweit breit eingesetzt werden könne.
Japan war das letzte Mitglied der Gruppe der sieben führenden Industrienationen, das am 17. Februar mit seiner Impfkampagne begann, nachdem es den Impfstoff von Pfizer nur für den Notfallgebrauch zugelassen hatte. Das bedeutet, dass der Hersteller – Pfizer – nicht für Schäden aufgrund von Nebenwirkungen seines Impfstoffs haftet.
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