Im Mai letzten Jahres veröffentlichte Deutschlands größte Zeitung, Bild, entschuldigte sich für die Berichterstattung der Covid-Pandemie, die „wie Gift“ gewesen sei und „einem das Gefühl gegeben habe, eine tödliche Gefahr für die Gesellschaft zu sein“.
Im Dezember, Neues Deutschland schriebwurde eine privat in Auftrag gegebene empirische Studie zur journalistischen Berichterstattung während der Covid-Ära mit dem Titel „Einseitig, unkritisch, regierungsnah?Als „sehr eindeutiges Ergebnis der vorliegenden Studie“ beschreiben die Autoren, dass die Berichterstattung „gleichzeitig regierungsnah und regierungskritisch“ gewesen sei:
„Sie stand der Regierung nahe, weil die Medien, wie auch die Politiker, vor allem harte Maßnahmen befürworteten. Gleichzeitig stand sie der Regierung aber auch kritisch gegenüber, weil die Medien diese Maßnahmen oft als nicht hart genug empfanden oder sie zu spät kamen.“
Nun, am 4. April 2022, Deutscher Ethikrat hat seinen 161-seitigen Berichtsentwurf veröffentlicht.Verletzlichkeit und Resilienz in der Krise – Ethische Kriterien für Entscheidungen in einer PandemieDarin wird die mangelnde kritische Berichterstattung der „Massenmedien“ scharf kritisiert. „Offensichtliche Fehlentwicklungen wurden von einem Journalismus, der sich selbst als ‚konstruktiv‘ oder ‚gemeinwohlsensibel‘ verstand, kaum mit der nötigen Klarheit thematisiert … Eine zu affirmative oder einseitige Berichterstattung der Massenmedien verfehlt flehentlich die Chance, die Meinungsbildung anzuregen … Kritik ist nicht nur legitim, sie ist notwendig“, heißt es im Berichtsentwurf.
Der Bericht ist auf Deutsch, wir haben ihn jedoch mithilfe von Google Translate ins Englische übersetzt und unten angehängt.
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Aufklärung und Information dürfen nicht bevormundend, quasi „von oben herab“, erfolgen, sondern es muss auch Raum für Gespräche auf Augenhöhe geben.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass sich viele nicht mehr über die klassischen Medien wie Presse, Radio und Fernsehen informieren, sondern über die sozialen Medien, in denen einerseits viele Falschinformationen kursieren, die andererseits aber auch Möglichkeiten zum Dialog und Austausch bieten.
Deutscher Ethikrat: Vulnerabilität und Resilienz in der Krise – Ethische Kriterien für Entscheidungen in einer Pandemie (Entwurf, Deutsch), 4. April 2022, Zusammenfassung und Empfehlungen, Kommunikation und Information, S. 32
Den Konzernmedien fehlt es an kritischer Analyse

In Abschnitt 4 des Berichtsentwurfs findet sich Unterabschnitt 4.2, Verlässliche und robuste Institutionen und Prozesse der Demokratie und politischen Partizipation (S. 101–104). Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zum Thema „Massenmedien“, die in Unterabschnitt 4.2 aufgeführt sind.
Sofern die Informationen aus anderen Teilen des Berichts stammen, haben wir die Seitenzahl in Klammern angegeben. Diese Seitenzahlen beziehen sich auf die Seitenzahl in der oben beigefügten englischen Fassung.
Die Vielfalt der öffentlichen Meinungen bietet wichtige Orientierungspunkte für die Entscheidungen staatlicher Organe und insbesondere der parlamentarischen Legislative. Der öffentliche Diskurs braucht Orte bzw. Möglichkeiten für eine lebendige Auseinandersetzung.
Alle Entscheidungsprozesse staatlicher Institutionen basieren letztlich auf zivilgesellschaftlichen Ressourcen, auf einer freiheitlichen politischen Kultur und einer aufgeklärten politischen Sozialisation, vor allem auf den Initiativen meinungsbildender Vereinigungen.
Während der Pandemie fielen viele der üblichen Gelegenheiten und Orte deliberativer Kommunikation aufgrund der gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Covid-Pandemie sowie der geltenden Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen weg. Angesichts dieser Einschränkungen ist die Funktion nicht nur der sozialen Medien, sondern auch der Massenmedien für die politische Deliberation umso wichtiger.
Massenmediale Kommunikation ermöglicht strukturierte Meinungsbildung in einer vielfältigen Öffentlichkeit. Sie lebt von argumentativen Debatten, in denen die Gründe für unterschiedliche Ansichten im Gespräch dargelegt und gegeneinander abgewogen werden. Gerade in Krisenzeiten kommt den Massenmedien, insbesondere den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsendern, die unverzichtbare Aufgabe zu, die strittigen Themen zu thematisieren und das Für und Wider von Maßnahmen für eine denkende Öffentlichkeit hör- und sichtbar zu machen.
Der kritische Teil dieser Aufgabe wurde zu Beginn der Covid-Krise nicht immer oder nicht in dem gewünschten Ausmaß wahrgenommen. Die Zurückhaltung, angesichts der Größe, der Neuartigkeit und der „Plötzlichkeit“ des Pandemieproblems jedes Detail scharf zu kritisieren, mag durchaus verständlich und gerechtfertigt gewesen sein. Im weiteren Verlauf der Pandemie wurden jedoch selbst offensichtliche Fehlentwicklungen von einem Journalismus, der sich als „konstruktiv“ oder „gemeinwohlsensibel“ verstand, kaum mit der nötigen Klarheit thematisiert.
Eine zu affirmative oder einseitige Berichterstattung der Massenmedien stimuliert die Meinungsbildung nicht und fehlt in einer demokratischen Gesellschaft mit unverzichtbaren Gegenmeinungen gewissermaßen an Selbstkritik.
Eine Meinung Artikel von Neues Deutschland stimmt zu: „Krise und Ausnahmezustand dürfen nicht zum Anlass genommen werden, auf kritischen Journalismus zu verzichten. Denn gerade dann ist er gefragt! Er muss die politischen und gesellschaftlichen Konflikte aufzeigen, die zwar unter der ‚Priorität der Pandemiebekämpfung‘ stehen, aber in Vergessenheit zu geraten drohen. Das Bewusstsein für Widersprüche wach zu halten und ihnen ein Forum zu bieten, wäre inmitten all des Medienrummels eine pädagogische Aufgabe.“
Weniger im Fokus der Öffentlichkeit, aber ebenfalls demokratietheoretisch besorgniserregend, ist die Beeinträchtigung des zivilgesellschaftlichen politischen Engagements durch die Covid-Kontaktbeschränkungen. Diskussion und Zusammenarbeit waren nur digital möglich und daher stark eingeschränkt. Hinzu kamen ein Verbot bzw. starke Einschränkungen öffentlicher Veranstaltungen und Versammlungen. Zudem dominierte die Covid-Pandemie die mediale Agenda. Zivilgesellschaftliche Organisationen und andere Initiativen hatten kaum die Möglichkeit, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. (S. 85)
Aushandlungsprozesse zum Umgang mit spezifischen Risiken müssen offen und unter breiter Einbeziehung gesellschaftlich relevanter Positionen geführt werden. Den Medien kommt dabei eine wichtige Rolle zu, die eine besondere Verantwortung mit sich bringt. In der öffentlichen Kommunikation ist jede Form aufmerksamkeitsökonomisch motivierter Panikmache ebenso zu vermeiden wie Verharmlosungen und Entwarnungen ohne triftigen Grund. (S. 135)
(Hinweis: Achtung Ökonomie ist ein Ansatz zum Informationsmanagement, der menschliche Aufmerksamkeit als knappes Gut behandelt.)
Eine kritische Überprüfung des Krisenmanagements ist erforderlich, um persönliches Fehlverhalten, systemische Mängel, dysfunktionale Organisationsformen und/oder ungeeignete Vorgehensweisen aufzudecken und Korrekturen zu ermöglichen. Eine ausgeprägte Fehlerkultur ist zudem Ausdruck von Resilienz. Dies betrifft in erster Linie den Bereich der Politik, aber beispielsweise auch Wissenschaft, Medien und Politikberatung. (S. 137)
Kritik ist nicht nur legitim, sie ist notwendig … In einer Demokratie müssen – im Rahmen der Meinungsfreiheit – alle relevanten Stimmen zu Wort kommen, sowohl die der Betroffenen als auch die der Experten unterschiedlicher Disziplinen. Nur wo eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen hör- und sichtbar wird, ist differenzsensibles Handeln möglich. (S. 138)

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Ich lach mich kaputt. Der Deutsche Ethikrat hat in den letzten zwei Jahren stets alle Regierungsentscheidungen unterstützt. Keine Zweifel. Und jetzt kritisieren sie zu Recht, aber stillschweigend Journalisten und Medien? Im Ernst? Das setzt neue Maßstäbe für Heuchelei.
Ich bin nicht gegen Covid-19 geimpft. Ich lebe gerne natürlich und achte so gut wie möglich auf mich. Ich habe die Covid-Beschränkungen so verändert, dass es mir besser geht. Ich bin ins Fitnessstudio gegangen, habe angefangen, mich über gesunde Lebensweisen zu informieren und habe recherchiert, was hinter diesem Covid-Unsinn steckt, dank der vielen Freizeit, die sie uns durch die Anordnung, zu Hause zu bleiben, verschaffen. Das hat mir wirklich die Augen geöffnet und ich sehe die Welt nicht mehr so, wie ich sie 2019 sehe. Ivermectin wird verrissen, obwohl Ärzte bewiesen haben, dass es wirkt.
Sie können sich um Ihr gesamtes Selbst kümmern, indem Sie http://www.livingnatural.net
Ja, ich stimme voll und ganz zu. Das ist auch meine Philosophie.
Politiker und Medien haben zusammengearbeitet, um unser Leben zu zerstören! Jetzt müssen WIR zusammenarbeiten, um sie zu töten!
traurig