Das deutsche Gesundheitsamt RKI veröffentlichte von Anfang 2,500 bis April 2020 2021 Seiten Covid-Protokolle, die Akten waren jedoch stark redigiert, ähnlich wie Staatsgeheimnisse in hochdiplomatischen oder militärischen Angelegenheiten.
Das deutsche Online-Magazin Multipolar hat Klage eingereicht, um die Offenlegung der geschwärzten Passagen zu erzwingen. Diese umfassen etwa ein Drittel der Dokumente, doch der Rechtsstreit dürfte sich in die Länge ziehen. In der Zwischenzeit hat Multipolar das bisher Erhaltene veröffentlicht, und die damit verbundenen Fragen erweisen sich als politisch brisant.
(Siehe auch: Dokumente des deutschen Bundesamts für Gesundheit belegen, dass die Entscheidung zum „Lockdown“ politisch motiviert war; und auf richterliche Anordnung hin erhaltene Dokumente der deutschen Regierung enthüllen politische Manipulation der Covid-Krise )
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Nachfolgend ein Artikel mit dem Titel „ Warum wurden Deutschlands Covid-Akten geschwärzt? “, verfasst vom italienischen Dokumentarfilmer Manfred Manera und veröffentlicht von The Spectator UK.
Es gibt zwei Arten von Long Covid. Die eine ist ein medizinisches Syndrom, die andere manifestiert sich als gesunde Besessenheit – ein Drang, Licht in die Ereignisse während der Pandemiekrise zu bringen.
Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet: Warum ist Schweden ohne Lockdown besser durch die Pandemie gekommen als andere Länder? Warum wurden Masken vorgeschrieben, obwohl wissenschaftliche Studien wiederholt ihre Unnötigkeit bewiesen haben? Warum wurde eine Diskriminierung zwischen Geimpften und Ungeimpften eingeführt, obwohl klar war, dass Impfstoffe die Übertragung der Infektion nicht verhindern können? Und warum gibt es seit den Lockdowns in Europa eine so hohe Übersterblichkeitsrate?
Solche Fragen haben Multipolar , ein kleines deutsches Online-Magazin, dazu bewogen, sich für die Offenlegung von Dokumenten des Robert Koch-Instituts (RKI) einzusetzen. Das RKI ist das renommierte deutsche Pendant zu den US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC). Dieses Institut soll die wissenschaftliche Grundlage für die gesundheitspolitischen Entscheidungen (und Lockdown-Maßnahmen) der Bundesregierung liefern. Es hat auch weitreichenden Einfluss auf kleinere Nachbarländer wie Österreich, wo die Empfehlungen des RKI als Goldstandard für die Gesundheitspolitik gelten.
Multipolar hat untersucht, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage Grundfreiheiten eingeschränkt, Schulen geschlossen, Lockdowns verhängt und Impfungen eingeführt wurden. Es ist besonders überraschend, dass diese berechtigte Neugier bis vor Kurzem von den breiten deutschen Medien nicht geteilt wurde. Infolge eines andauernden Rechtsstreits konnte Multipolar seine Ziele nun (zumindest teilweise) erreichen.
Im Frühjahr letzten Jahres erhielt Multipolar die 2,500 Seiten umfassenden Covid-Protokolle des Russischen Geheimdienstes (RKI) aus dem Zeitraum von Anfang 2020 bis April 2021. Die Dokumente waren jedoch stark geschwärzt – als enthielten sie Staatsgeheimnisse zu hochrangigen diplomatischen oder militärischen Angelegenheiten. Daher hat Multipolar eine zweite Klage eingereicht, um die Offenlegung der geschwärzten Passagen zu erzwingen, die etwa ein Drittel der Dokumente ausmachen. Die Gerichtsverhandlung findet nächsten Monat statt.
Da Multipolar erkannte, dass der Rechtsstreit langwierig werden würde, beschloss das Magazin, die bis dahin erhaltenen Informationen zu veröffentlichen. Angesichts dieser Enthüllungen konnte die übrige deutsche Presse nicht länger schweigen. Doch verärgert darüber, von einem kleinen Medium überholt worden zu sein, bezeichneten sie Multipolar routinemäßig als „Randmedien“ und „verschwörungstheoretisch“. Seit Beginn der Pandemie wird dieser Begriff benutzt, um Kritiker zu diffamieren und berechtigte Zweifel zu unterdrücken. Doch wir wissen inzwischen, wie oft sich Aussagen, die zunächst als verschwörungstheoretisch abgestempelt wurden, als durchaus rational erwiesen haben.
In einem RKI-Memo vom März 2020 heißt es, die Gesundheitswarnung für Covid solle erhöht werden, sobald (Name geschwärzt) seine Zustimmung gebe. Handelt es sich bei dieser mysteriösen Entität um einen Wissenschaftler oder einen Politiker? Basierte die kollektive Erhöhung der Alarmstufe auf handfesten Beweisen oder der Meinung einer Person? Auf Nachfrage gab das RKI an, es handele sich um einen internen Mitarbeiter. Aber wenn ja, warum diese Geheimhaltung?
Und dann die Masken. „Es gibt keine Belege für den Einsatz von FFP2-Masken außerhalb des Arbeitsschutzes“, erklärte das RKI im Oktober 2020 – also für Pflegekräfte, nicht aber für die breite Öffentlichkeit. Warum also wurden FFP2-Masken von der deutschen Regierung dennoch vorgeschrieben? Der am stärksten redigierte Teil der RKI-Akten betrifft die Empfehlungen zu den verschiedenen Impfstoffen, ihrer Wirksamkeit und der Frage, wem sie verabreicht werden sollten. Die Geheimhaltung solcher Empfehlungen trägt kaum zum Vertrauen der Öffentlichkeit bei.
Multipolar fordert außerdem Aktenvermerke ab Frühjahr 2021 an, die möglicherweise noch wichtigere Erkenntnisse enthalten, da die Impfkampagne zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt erreichte. Damals ging man davon aus, dass Impfungen Immunität verleihen – daher die Idee der Impfpässe. Dies erklärt auch, warum viele Länder, darunter Großbritannien, ungeimpften Mitarbeitern im Gesundheitswesen mit Entlassung drohten. Im Oktober 2022 sagte jedoch ein Pfizer-Mitarbeiter vor dem Europäischen Parlament aus, dass es keine Tests gegeben habe, die belegten, dass die Impfstoffe die Übertragung des Virus verhindern würden. Anfang dieses Monats sagte Hanna Nohynek, Vorsitzende der Strategischen Beratungsgruppe von Experten für Immunisierung der WHO, laut dem finnischen Journalisten Ike Novikoff vor Gericht aus, dass sie ihrer Regierung von Covid-Impfpässen abgeraten habe, da die Impfung die Virusübertragung nicht unterbinde. Die Pässe würden ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln.
Solche Argumente dürften im bevorstehenden Europawahlkampf Zündstoff liefern. Österreichs Freiheitliche Partei, die den Lockdown ablehnte, profitiert von den RKI-Berichten und ist in einem Wahljahr die beliebteste Partei Österreichs. Ihr Vorsitzender Herbert Kickl behauptet, sich bestätigt zu fühlen. Seine allgemeine Botschaft lautet, die Wähler sollten die Wahlen nutzen, um zu sagen, dass diejenigen, die den Lockdown verhängt haben, nicht „damit durchkommen“ sollten. Seine Motive sind natürlich politischer Natur, aber es ist ein Spiel, das alle spielen. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, sagte Anfang des Jahres, Europa müsse sich aufrüsten, „so wie wir es mit den Impfstoffen sehr erfolgreich getan haben“. Es ist kein Vergleich, der allgemeines Vertrauen erweckt.
Auch in anderen Ländern gibt es Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen. Großbritanniens eigene Covid-Untersuchungskommission soll nur im Schneckentempo vorankommen (der Bericht soll 2027 vorliegen), doch in Italien hat gerade eine parlamentarische Untersuchungskommission zur Pandemie ihre Arbeit aufgenommen. Im nächsten Monat wird bei einer Anhörung im US-Kongress Peter Daszak, Leiter der EcoHealth Alliance, einer NGO, die von Anfang an im Zentrum der Kontroverse um den Ursprung des Virus in einem Labor stand, als Beweis herangezogen. Eine Hypothese, die zunächst lautstark als Verschwörung abgetan wurde, erscheint nun immer plausibler.
Der inzwischen verstorbene Nobelpreisträger Luc Montagnier behauptete in den ersten Wochen der Pandemie, das Virus stamme aus einem Labor in Wuhan. Dafür wurde er weithin als Verschwörungstheoretiker angeprangert. „Die Wahrheit siegt am Ende immer“, pflegte er zu sagen. „Aber man nimmt die Treppe, nicht den Aufzug.“ Die weltweiten Covid-Ermittlungen könnten ihm erneut Recht geben.
Sehen Sie sich an, wie Dr. Jay Bhattacharya und Dr. Sunetra Gupta im Spectator TV einige der während der Pandemie verbreiteten Lügen enthüllen:
Titelbild entnommen aus: Corona-Maßnahmen gerechtfertigt? Online-Magazin veröffentlicht RKI-Protokolle , Tagesschau, 25. März 2024

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Kategorien: Eilmeldungen , Weltnachrichten